Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat der Anschuldigung widersprochen, dass die prorussischen Milizen auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim unter Russlands Befehlsgewalt stehen würden. "Wenn es Selbstverteidigungskräfte gibt, die von den Bewohnern der Krim gegründet wurden, haben wir über sie keine Befehlsgewalt", sagte Lawrow am Mittwoch. Außerhalb der Marinestützpunkte habe Russland keine Soldaten auf der Krim stationiert.

Der westlichen Staatengemeinschaft warf Lawrow vor, zu spät auf die Eskalation in der Ukraine reagiert zu haben. Deshalb werde Russland es nicht zulassen, "dass es in der Ukraine zu einem Blutvergießen kommt." Im Laufe des Tages wird sich Lawrow mit US-Außenminister John Kerry treffen. In Reaktion auf die Krim-Krise haben die USA militärische Verbindungen mit Russlands Regierung gestoppt. Auch die EU erwägen Sanktionen.