Berlin (dpa) - Mit einer neuen Initiative wollen Freunde des chinesischen Künstlers Ai Weiwei doch noch eine Ausreisegenehmigung für den bekannten Regimekritiker erreichen.

Klaus Staeck, der Präsident der Akademie der Künste in Berlin, appellierte am Mittwoch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sich bei den Gesprächen mit der chinesischen Regierung Ende März für das Anliegen einzusetzen. "Wir erwarten, dass unsere Regierung hier nicht leisetreterisch auftritt, sondern das Thema ganz konkret zur Sprache bringt."

Nach Angaben des Berliner Rechtsanwalts Peter Raue, der für den Freundeskreis zu dreitägigen Gesprächen mit Ai Weiwei in Peking war, hat die chinesische Führung seit der Entlassung des Künstlers aus einer fast dreimonatigen Gefangenschaft 2011 keinen einzigen Vorwurf gegen ihn erhoben. Es gebe deshalb keinen Grund, seinen Pass weiter einzubehalten. Raues Bericht über Ai Weiweis Situation sollte auch der Bundesregierung zugeleitet werden.