Kelsterbach (dpa) - Bei den Tarifverhandlungen für rund 5000 private Sicherheitsleute an Flughäfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat sich am Mittwoch keine Einigung abgezeichnet.

"Das schriftliche Angebot der Arbeitgeber lag teilweise noch unter dem, was vorher mündlich avisiert war", erklärte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi in Kelsterbach bei Frankfurt. Eine Einigung werde es am Mittwoch voraussichtlich nicht geben.

Die Arbeitgeber hatten nach Angaben ihrer Verhandlungsführerin Cornelia Okpara vom Bund der Deutschen Sicherheitswirtschaft (BDSW) am Morgen eine dreistufige Erhöhung des Stundenlohns angeboten.

Nach 14 Monaten soll danach der Stundenlohn für die Personenkontrolleure von jetzt 11,70 auf 14,30 Euro steigen. Für die übrigen, niedrigeren Tarifgruppen seien Erhöhungen im gleichen prozentualen Umfang angeboten worden. Verdi verlangt hingegen einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro.

Der Fortgang der Verhandlungen sei derzeit noch unklar, sagte Okpara der Nachrichtenagentur dpa. "Laut nachgedacht" habe man über die Einsetzung eines Schlichters. Dazu wollte sich Verdi nicht äußern.

Die Gewerkschaft verweist in dem Tarifkonflikt auf höhere Tarifstrukturen etwa in Baden-Württemberg, wo ab August 15 Euro Stundenlohn gezahlt werden. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt dürfe die gleiche Tätigkeit nicht schlechter entlohnt werden. Mit einem nahezu ganztägigen Warnstreik am 21. Februar hatte Verdi die Personenabfertigung am Frankfurter Flughafen nahezu lahmgelegt, so dass tausende Passagiere ihre Maschinen nicht erreichten.