Frankfurt/Main (dpa) - Der Autozulieferer Continental ist nach einer Rekordbilanz für 2013 auch im neuen Jahr mit Zuwächsen unterwegs.

"Wir rechnen mit einem Umsatzplus von drei bis vier Prozent im ersten Quartal", sagte Conti-Chef Elmar Degenhart am Donnerstag in Frankfurt am Main. Auch beim Betriebsgewinn sei der Trend derzeit positiv.

Degenhart äußerte sich auch zuversichtlich zur Situation auf dem für Conti wichtigen Heimatkontinent. "Europa kommt langsam aus dem Tal." Auch Nordamerika dürfte weiter zulegen und in Asien solle China das Zugpferd bleiben.

Die Geschäfte bei Continental hängen wesentlich von der Lage in Europa ab, wo seit Jahren eine hartnäckige Absatzkrise herrscht. Trotz der zuletzt positiven Vorzeichen warnte Degenhart vor zu viel Optimismus. "Die wirtschaftliche Lage insbesondere in den südeuropäischen Ländern ist unverändert angespannt."

Unter dem Strich verbuchte Conti 2013 rund 1,92 Milliarden Euro und damit etwa ein Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr. Mit 2,50 Euro Dividende will der Dax-Konzern seinen Aktionären dieses Frühjahr 25 Cent mehr ausschütten als zuvor. Am Ende des Jahres will Continental etwa 35 Milliarden Euro umgesetzt haben, was einem Plus von fünf Prozent entspräche.

Mit rund 178 000 Mitarbeitern zählte Conti zum Jahreswechsel 8000 Stellen mehr als ein Jahr zuvor, was etwa fünf Prozent Plus sind.

Seine Schulden drückte Conti um gut eine Milliarde Euro. Das ist für die Refinanzierung wichtig, weil sich die Niedersachsen dadurch eine gute Bewertung der Ratingagenturen sichern und somit zum Beispiel weniger Zinsen für ausgegebene Anleihen zahlen müssen.

Degenhart betonte, dass sich die Investitionen und der Sparkurs erfolgreich die Waage gehalten hätten. Weitere Zukäufe seien auch 2014 möglich. Vor kurzem hatte Conti bekanntgegeben, für rund 1,4 Milliarden Euro das US-Unternehmen Veyance Technologies zu kaufen - einen Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie.