Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Donnerstag vor wichtigen Terminen auf der Stelle getreten.

Angesichts der in Kürze anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag herrsche Zurückhaltung und Vorsicht, hieß es.

Der Leitindex gewann bis zur Mittagszeit 0,11 Prozent auf 9552 Punkte. Der MDax stieg um 0,22 Prozent auf 16 878 Punkte und der TecDax rückte um 0,57 Prozent auf 1288 Punkte vor.

"Von der EZB-Sitzung erwarte ich heute nicht viel", sagte Portfolio-Manager Manfred Rath von der KSW Vermögensverwaltung. Wie allgemein am Markt, rechnet auch er nicht mit einer Leitzinssenkung.

Die Risikoneigung der Anleger dürfte zudem gering bleiben, solange der monatliche US-Arbeitsmarktbericht noch nicht veröffentlicht sei. Der aber steht erst im Tagesverlauf am Freitag auf der Agenda. Im Hintergrund schwele auch weiter die Krim-Krise. "Die kleinste Verstimmung kann wieder zu neuem Druck auf die Börsen führen", sagte er. Es reiche schon, wenn der Ton wieder schärfer werde.

Die Aktien von Merck und Telekom gaben nach der Vorlage ihrer Bilanzen und Aussagen zu den Jahreszielen am Dax-Ende nach. Die Merck-Titel büßten knapp fünf Prozent ein und die T-Aktien fielen um knapp vier Prozent. Der Pharma- und Chemiekonzern litt Händlern zufolge unter einem "vorsichtigen Ausblick". Auch die Telekom habe enttäuscht, hieß es.

Der Autozulieferer Continental rechnet nach einer Rekordbilanz für 2013 auch im neuen Jahr mit einem Umsatzzuwachs. Ein Plus von drei bis vier Prozent wird im ersten Quartal erwartet, ohne negative Währungseffekte dürfte das Umsatzwachstum sogar bei bis zu acht Prozent liegen. Die Aktien sprangen daraufhin auf ein Rekordhoch von 181,70 Euro. Das war ein Plus von knapp fünf Prozent.