Athen (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat heute in Athen die Solidarität Deutschlands für Griechenland bekundet. "Wir bleiben solidarisch mit Griechenland, als Deutsche und als Europäer", sagte Gauck bei einem Treffen mit dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias. "Die allermeisten Deutschen hegen freundschaftliche Gefühle gegenüber Griechenland", fügte Gauck hinzu.

Zuvor war der Bundespräsident zum offiziellen Auftakt seines Staatsbesuchs in Griechenland mit militärischen Ehren begrüßt worden. Staatspräsident Karolos Papoulias empfing den Gast aus Deutschland vor dem Präsidentenpalast in Athen. Der Bundespräsident wird von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet. Am Nachmittag will er mit einer europapolitischen Rede im Akropolis-Museum die enge Verbundenheit Deutschlands mit Griechenland bekräftigen. Gauck sollte sich am Nachmittag auch mit dem Chef der stärksten Oppositionspartei, des Bündnisses der radikalen Linken (Syriza), Alexis Tsipras, treffen.

Am Freitag fliegt Gauck zusammen mit dem griechischen Präsidenten in dessen Heimatstadt Ioannina. Dort wird er der Ermordung griechischer Juden gedenken und in dem Dorf Lingiades an ein Massaker der deutschen Wehrmacht erinnern, bei dem am 3. Oktober 1943 mehr als 80 Menschen ermordet wurden.