Brüssel (dpa) - Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hat nach einem Besuch bei der Nato erklärt, es sei keine militärische Lösung des Konflikts mit Russland denkbar.

"Wir haben uns dazu verpflichtet, diese Krise nur friedlich zu lösen", sagte er nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel. "Und es ist klar, dass keine militärische Lösung auf dem Tisch liegt." Es sei aber auch "klar, dass die russische Regierung einen Schritt rückwärts machen muss".

Jazenjuk antwortete auf die Frage, ob die Ukraine die Mitgliedschaft in der Nato beantragen wolle: "Das ist noch nicht auf unserem Radar." Die Nato hatte der Ukraine 2008 versprochen, das Land werde Nato-Mitglied, sofern es die Voraussetzungen erfülle und Mitglied werden wolle.

Jazenjuk forderte ebenso wie Rasmussen die russische Regierung auf, die in der Ukraine eingesetzten Truppen unverzüglich in die Kasernen zurückzubeordern: "Sie haben damit angefangen und sie müssen damit aufhören", sagte er. Er lud den Nato-Rat zu einem Treffen nach Kiew ein. Rasmussen sagte: "Niemand sollte versuchen, im Europa des 21. Jahrhunderts neue Grenzlinien zu ziehen."

Nato und Ukraine