Berlin (AFP) Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada (CETA) könnte einer Studie zufolge Schutzstandards in der Agrar- und Verbraucherpolitik bedrohen. Durch die gegenseitige Anerkennung von staatlichen Vorgaben könnten EU-Landwirtschaftsregeln ausgehoben werden, zitierte die "taz" (Dienstagsausgabe) aus der Studie des Instituts für Völkerrecht und Europarecht der Universität Göttingen im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Demnach droht eine "Relativierung bestehender Standards in hochgradig kontroversen Regelungsfeldern". Eine formale Beteiligung der Zivilgesellschaft sei zwar im Umweltkapitel vorgesehen, nicht aber in der Agrarpolitik, die in Kanada anders als in Europa komplett industriell dominiert sei. Auch Verbraucherschutzbelange spielten keine Rolle.