Paris (AFP) Die Abhöraktion gegen Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy und seinen Anwalt Thierry Herzog hat zu einer erbitterten Auseinandersetzung um den Schutz des Berufsgeheimnisses für Verteidiger geführt. Die nationale Anwaltskammer Frankreichs warf den Untersuchungsrichtern in dem Fall am Montag vor, Rechtsvorschriften "umgangen" zu haben. Es hätten kein schwerwiegenden Anhaltspunkte gegen Herzog vorgelegen, die ein Abhören seines Telefons gerechtfertigt hätten. Justizminister Christiane Taubira betonte, niemand könne "Straffreiheit" genießen, nur weil er einen bestimmten Beruf ausübe.