Brasília (SID) - Nach erneuten Rassendiskriminierungen in Brasiliens Fußballstadien hat Staatspräsidentin Dilma Rousseff zur "Copa contra o Racismo", der WM gegen den Rassismus, aufgerufen. Das politische Oberhaupt des Gastgeberlandes bat zudem führende Persönlichkeiten aller Religionen, zur Endrunde eine Botschaft gegen Rassenhass zu übermitteln.

Rousseff schrieb in ihrem Twitter-Account, dass es unakzeptabel sei, dass "Brasilien als größte schwarze Nation außerhalb Afrikas mit Szenen von Rassismus leben" müsste und beklagte weiter: "Brasiliens Fußball wurde befleckt."

Die angesprochenen Vorfälle fanden bereits Mitte vergangener Woche statt. Bei der Partie Mogi Morim gegen FC Santos war Gästespiele Arouca als "Affe" von heimischen Fans beschimpft worden. Nach einem Regionalliga-Spiel im Süden des Landes fand der ebenfalls dunkelhäutige Schiedsrichter Márcio Chagas sein Auto beschädigt und mit Bananen "vollgestopft" vor.