Stuttgart (dpa) - Huub Stevens sieht seine neue Aufgabe als Trainer des abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart als schwierig an.

"Die Zeit für die Rettung ist knapp", sagte der Nachfolger des am Vortag freigestellten Thomas Schneider im Interview der "Bild". Als eine wichtige Aufgabe bezeichnete es der Niederländer, die für den schwäbischen Fußball-Bundesligisten typischen Gegentore in den Schlussminuten abzustellen: "Da müssen wir ansetzen." Der erfahrene Coach will mit den Spielern "viele Einzelgespräche" führen.

Stevens tritt am 10. März seine bis zum Saisonende befristete Aufgabe an. "Der Verein wollte es so - ich wollte es so", sagte er zur kurzen Vertragsdauer. Es gehe jetzt nur um den Klassenerhalt. Danach könne man entscheiden, ob und wie es eventuell weitergehe.

Franz Beckenbauer befürwortete die Verpflichtung des Routiniers. "Wenn es einer schafft, die Stuttgarter da unten rauszubringen, dann ist es Stevens", sagte der Weltmeister dem TV-Sender Sky. "Wenn es der nicht schafft, dann schafft es keiner." Die VfB-Verantwortlichen hätten so lange gezögert, weil sie mit Schneiders Arbeit zufrieden gewesen seien. "Ich glaube, er hat eine sehr gute Arbeit geleistet", meinte Beckenbauer.