Münster (dpa) - Allen Bitten der deutschen Bischöfe und des Bistums zum Trotz wird sich die Entscheidung über die Zukunft des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst weiter verzögern.

Der Papst wird nach Einschätzung des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch frühestens in der kommenden Woche entscheiden, wie es mit dem beurlaubten Kirchenmann weitergeht. In den nächsten Tagen seien alle zuständigen Würdenträger im Vatikan in Exerzitien, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in Münster.

"Wir hoffen, dass eine Entscheidung (des Papstes) nicht zu lange auf sich warten lässt im Interesse aller Beteiligten", fügte er zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz hinzu. Der Papst hatte Tebartz-van Elst im Oktober eine Auszeit außerhalb des Bistums verordnet. Ihm wird die Verantwortung für die ausufernden Kosten beim Bau des Limburger Bischofssitzes zugeschrieben.

An der Vollversammlung nahm Tebartz-van Elst nicht teil. Zuvor hatte es ein längeres Verwirrspiel um die Vertretung des Limburger Bistums bei der Vollversammlung gegeben, da Tebartz-van Elst nicht abgesagt hatte und laut Bistum auch nicht zu erreichen war.

Das Bistum Limburg wird nun in Abwesenheit des Bischofs durch Weihbischof Thomas Löhr vertreten. Löhr sei vollwertiges Mitglied der Vollversammlung und besitze auch das Stimmrecht, sagte Bistumssprecher Stephan Schnelle kurz vor Beginn des Treffens.

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