Sotschi (SID) - Zwei Tage nach ihrem Triumph in der Abfahrt hat Anna Schaffelhuber (21) bei den 11. Winter-Paralympics auch Gold im Super-G gewonnen. Die Monoski-Fahrerin aus Bayerbach hielt dem gestiegenen Erwartungsdruck souverän stand und holte das insgesamt dritte Gold für das deutsche Team in Sotschi. Silber ging an Claudia Lösch (Österreich), Laurie Stephens (USA) gewann Bronze. Anna-Lena Forster (Radolfzell) kam nicht ins Ziel.

"Sie hat alles richtig gemacht und eine geile Fahrt hingelegt. Anna wird eine ganz Große, da bin ich ganz sicher", sagte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). 

Schaffelhuber war als Zweite ins Rennen gegangen und hatte im Starthaus gut 20 Minuten warten müssen, weil vor ihr Alana Nichols aus den USA schwer gestürzt war. "Das hat sie total cool gemacht", sagte Beucher.

Nichols musste mit einem ausgerenkten Kiefer per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Auch Nichols' Teamkollegin Stephani Victor verunglückte und musste ausgeflogen werden. Bereits am Sonntag war neben zahlreichen weiteren Athleten auch Monoski-Rennfahrer Georg Kreiter im Super-G schwer gestürzt.