München/Berlin (dpa) - Dem ADAC könnten nach den Vorwürfen über Steuerschulden künftig deutlich höhere Belastungen drohen.

"Bis zu 70 Prozent der Club-Beiträge könnten der Pannenhilfe zugerechnet werden", sagte Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Sie könnten damit als Versicherungsleistungen angesehen werden. Die "Bild-Zeitung" (Montag) hatte zuvor darüber berichtet. Der ADAC zahlt nach eigenen Angaben bislang keine Versicherungssteuer auf seine Beiträge, weil diese als Club-Leistungen angesehen würden.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" droht dem ADAC deshalb eine Nachzahlung von rund einer halben Milliarde Euro. Der ADAC hatte die Vorwürfe am Wochenende zurückgewiesen. "Bislang gab es weder beim ADAC als Verein noch bei den ADAC Versicherungen Beanstandungen. Der ADAC hat sich bislang korrekt verhalten. Von Steuerhinterziehung kann keine Rede sein", hatte ein ADAC-Sprecher am Sonntag mitgeteilt.