Polens Regierungschef Donald Tusk mit Kanzlerin Angela Merkel in Warschau © Kacper Pempel/Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der russischen Regierung in der Krim-Krise mit einer Verschärfung der Sanktionen gedroht. Falls Russland nicht einlenke, würde eine zweite Stufe von Sanktionen verhängt werden. Gemeinsam mit dem polnischen Ministerpräsidenten Ronald Tusk hat Merkel am Mittwoch Hilfen für die neue Regierung der Ukraine beschlossen. Die Konfliktlösung werde ihre Zeit beanspruchen, sagte Merkel. "Ich glaube, dass wir einen sehr langen Atem brauchen."

Das für Sonntag anberaumte Referendum des Krim-Parlaments über den Anschluss an Russland, werde nicht anerkannt werden, sagten die Regierungsvertreter der G-7.  Russlands Präsident Wladimir Putin solle unverzüglich seine Unterstützung des völkerrechtswidrigen Volksentscheids beenden, heißt es von Seiten der G-7 und der EU.

Nächste Woche während des EU-Gipfels in Brüssel soll bereits ein erster Teil des Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Ukraine unterschrieben werden. Damit will die EU eine schnelle Westanbindung des bankrotten Staates ermöglichen. Ukraines Ex-Präsident Viktor Janukowitsch hatte das Abkommen im Herbst abgelehnt, worauf die Revolution der Regierungsgegner auf Kiews Maidan ausgelöst wurde.