Melbourne (SID) - Beim schwächelnden Formel-1-Rennstall Red Bull schrillen angesichts der anhaltenden technischen Probleme am neuen Auto die Alarmglocken. Selbst ein möglicher Wechsel von Weltmeister Sebastian Vettel in der nahen Zukunft ist nicht mehr auszuschließen. "Wenn dieser desaströse Zustand sich nicht bald ändert, könnte ich es ihm nicht verübeln, wenn er über einen Wechsel nachdenkt!", sagte Motorsportberater Helmut Marko der Bild-Zeitung.

Kurz vor dem Saisonauftakt am Sonntag (7.00 Uhr/RTL und Sky) im australischen Melbourne hat Vettels Team nach den umfangreichen Regeländerungen massive Probleme, ein konkurrenzfähiges Auto auf die Straße zu stellen. Da dies zumindest momentan nicht gelingt, könnte der viermalige Weltmeister Vettel Wechselgedanken hegen. Sein Vertrag läuft offiziell noch bis 2015, Marko selbst sprach beim Fernsehsender Servus TV kürzlich von einer Laufzeit bis 2017.

Vor dem Rennen in Australien hatte Vettel selbst zuletzt trotz aller Schwierigkeiten mit dem RB10 Gelassenheit demonstriert. Sein Auto, dass er auf den Namen "Suzie" taufte, werde technisch ein ganz anderes sein, als bei den misslungenen Testfahrten in Jerez und Bahrain. "Ich liebe die Formel 1 einfach, ich kann gar nicht erwarten, dass es endlich wieder losgeht", sagte Vettel.