München (dpa) - Pep Guardiola war nach dem Viertelfinaleinzug der dauerhaft erfolgreichen Rekord-Bayern auch ohne ein weiteres Spektakel seines Star-Ensembles zufrieden.

"Wir haben sehr intelligent gespielt. Wir wollten die Konter von Arsenal kontrollieren, wir wollten das Spiel kontrollieren", erklärte der Starcoach nach dem Remis im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Arsenal. Das 1:1 gegen das Team aus London um Torschütze Lukas Podolski reichte, um nach dem 2:0 im Hinspiel zum 13. Mal die Runde der letzten Acht in der Champions League zu erreichen. 3,9 Millionen Euro Preisgeld gab es von der UEFA obendrein für den Titelverteidiger.

"Insgesamt war das Weiterkommen niemals gefährdet, deswegen eine souveräne Vorstellung", betonte der eingewechselte Thomas Müller. "Das Wie ist am Tag danach egal." Der WM-Torschützenkönig hätte in der Nachspielzeit das 2:1-Siegtor erzielen können, scheiterte mit seinem Strafstoß aber an Arsenal-Keeper Lukasz Fabianski.

Zuvor hatte Bastian Schweinsteiger (55.) zum Jubel von Steuersünder Uli Hoeneß auf der Tribüne das 1:0 erzielt. Podolski glich nur zwei Minuten später aus. Bundestrainer Joachim Löw durfte sich im Stadion über gleich zwei Nationalspielertore freuen. Doch es gab für ihn auch schlechte Nachrichten. Nach einer enttäuschenden ersten Spielhälfte musste Arsenal-Nationalspieler Mesut Özil mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausgewechselt werden. Es droht eine längere Pause.

"Es sieht ziemlich ernst aus", sagte sein Coach Arsene Wenger und haderte nach dem Ausscheiden immer noch mit dem Hinspiel. "Wir haben dieses Duell insgesamt zu Hause verloren." Auch Podolski, der sich vor seinem Ausgleich mit Vehemenz gegen Bayern-Kapitän Philipp Lahm durchsetzte, war enttäuscht. "Wir hätten uns mehr Chancen erarbeiten müssen. Das zweite Tor im Hinspiel hat uns ein bisschen gekillt. Wir sind raus, jetzt müssen wir uns auf die Premier League und den Pokal konzentrieren", betonte der ehemalige Bayern-Profi.

"Wir haben hier zweimal nicht verloren, was schon fast ein Weltwunder ist", befand Per Mertesacker nach dem zweiten Achtelfinal-K.o. seines Teams in München binnen eines Jahres. Wieder ist die Königsklassen-Saison für die Londoner zu Ende, wieder einmal sind die Bayern ein gefürchtetes Los für das Viertelfinale.

Am 21. März werden die Paarungen ausgelost. Dort wäre auch ein deutsches Duell möglich. Neben den Münchnern ist bislang nur Atlético Madrid nach dem 4:1 gegen den AC Mailand weiter. Einen Wunschgegner haben die Bayern nicht. "Nein", sagte der starke Arjen Robben, "da werden acht Topmannschaften im Viertelfinale stehen. Das wird interessant - auch für die Zuschauer."

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