München (dpa) - Vor dem Landgericht München II hat der dritte Tag im Steuerprozess gegen Uli Hoeneß (62) mit Verspätung begonnen. Der Präsident des FC Bayern erschien wieder mit seiner Frau Susanne im Saal 134 des Justizpalastes und war dabei gut zehn Minuten zu spät.

Wie am Vortag trug der 62-Jährige auch am Mittwoch einen schwarzen Anzug und eine rote Krawatte. Er rang sich am Morgen nach seinem Stadionbesuch beim Achtelfinal-Rückspiel der Münchner gegen den FC Arsenal ein Lächeln ab.

Nach den spektakulären Enthüllungen über weitere Millionen an Steuerschulden will das Gericht zwei weitere Zeugen vernehmen. Am Vortag hatte eine Steuerfahnderin vor Gericht ausgesagt, der Präsident des FC Bayern habe mindestens 27,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen - 23,7 Millionen mehr als die Staatsanwaltschaft ihm in ihrer Anklage überhaupt vorwirft.

Wenn die Zeugenanhörung abgeschlossen werden könne, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, "dann ist am Donnerstag mit einem Abschluss des Verfahrens zu rechnen".