Washington (dpa) - Der Anwärter auf den Chefposten bei dem US-Geheimdienst NSA, Michael Rogers, hat eine größere Offenheit der Spionagebehörde versprochen.

Sein Ziel sei, der Bevölkerung so gut wie möglich die Arbeit und Ziele der NSA zu erklären, sagte der Vizeadmiral am Dienstag bei einer Anhörung im Verteidigungsausschuss des Senats.

Er wolle einen Dialog mit den Bürgern und ihren politischen Vertretern aufbauen, der sie darüber beruhige, "was wir tun, und warum wir es tun". Er bezeichnete das als erhebliche Herausforderung für Mitarbeiter in der Geheimdienst-Gemeinschaft.

Rogers war Ende Januar von US-Präsident Barack Obama für den Posten nominiert worden und muss noch vom Senat bestätigt werden. Der 53-Jährige soll auch das "Cyber Command" anführen, also das Spezialkommando der US-Streitkräfte für digitale Kriegsführung. Er würde Nachfolger von Keith Alexander, der demnächst in den Ruhestand geht.

Rogers erklärte, die von Obama vorgeschlagenen Änderungen bei der massiven Datensammlung zu unterstützen. Der Präsident hatte Mitte Januar erklärt, dass die Anrufinformationen von vielen Millionen Menschen künftig nicht mehr bei der NSA aufbewahrt werden sollen. Ein Ende der Erfassung solcher Daten an sich solle es aber nicht geben. "Sie sichert den Schutz unserer Bürger." Die Daten ermöglichten, Hinweise auf Terrornetzwerke und ihre Anschlagspläne zu finden.

Vorbereitete Aussage von Rogers