Paris (dpa) - Bayer Leverkusen hat trotz der 1:2-Niederlage bei Paris St. Germain und dem Aus im Achtelfinale der Champions League wieder Hoffnung auf bessere Zeiten geschöpft.

"Wir können viel Positives aus dem Spiel mitnehmen - auch Selbstbewusstsein für Samstag bei Bayern München", sagte Bayer-Cheftrainer Sami Hyypiä nach der Partie beim französischen Fußball-Meister erleichtert. Die Furcht, nach der 0:4-Demütigung im Hinspiel, erneut unter die Räder zu geraten, war nicht unerheblich im Werksclub gewesen.

Die Leverkusener konnten im mit 45 596 Zuschauern fast vollständig gefüllten Prinzenpark-Stadion sogar durch Sidney Sam in der 6. Minute in Führung gehen. Doch das Pariser Starensemble um Zlatan Ibrahimovic sicherte sich durch Tore von Marquinhos (13.) und Ezequiel Lavezzi (53.) einen 2:1-Arbeitssieg. Der hätte noch höher ausfallen können, da der schwedische Stürmer Ibrahimovic, Doppel-Torschütze im Hinspiel, mit einem Schlenzer (18.) nur die Latte traf. Mit bislang zehn Champions-League-Toren konnte er nicht mit Real Madrid-Star Cristiano Ronaldo (11) gleichziehen.

Allerdings vergaben auch die Rheinländer, die seit sieben Pflichtpartien ohne Sieg sind, eine Großchance zum zweiten Treffer und einer 2:1-Führung. Kapitän Simon Rolfes (28.) scheiterte mit einem unpräzise geschossenen Foulelfmeter an St. Germains Torwart Salvatore Sirigu. Außerdem mussten die Gäste aus Deutschland in der Endphase in Unterzahl spielen, weil sich Emre Can in der 68. Minute nach einer Verwarnung für Meckern und einer anschließenden Schwalbe die Gelb-Rote-Karte einhandelte.

"Das war von der ersten Minute an die Vorstellung und Einstellung, die wir uns vorgestellt haben", kommentierte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler die engagierte Leistung seiner Profis. "Das gibt uns hoffentlich Zuversicht am Samstag bei den Bayern."

Nach der Ergebniskrise der vergangenen Wochen und der Darbietung in Paris glauben die Spieler sogar, in München für eine Überraschung sorgen zu können. "Da ist etwas drin. Wir müssen uns nicht verstecken", meinte Leverkusens Innenverteidiger Philipp Wollscheid mit wiedergewonnenem Selbstbewusstsein.