München (dpa) - Großer Andrang herrschte am frühen Morgen vor dem Münchner Justizpalast am Finaltag zum Hoeneß-Prozess. Dutzende Zuschauer standen dicht gedrängt und warteten auf Einlass, so viel los war in dem vier Tage dauernden Prozess noch nie.

Das Landgericht München II wird voraussichtlich am Nachmittag das Urteil über den prominenten Steuersünder Uli Hoeneß verkünden.

Zuvor halten Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers. Im schlimmsten Fall droht dem Präsidenten des FC Bayern wegen der Hinterziehung von 27,2 Millionen Euro Steuern eine mehrjährige Haftstrafe ohne Bewährung. Seine Anwälte fordern die Einstellung des Verfahrens. Sie halten Hoeneß' Selbstanzeige vom Januar 2013 trotz der vor Gericht bekanntgewordenen Riesensumme für gültig.