Tel Aviv/Gaza (dpa) - Israel ist am Donnerstag trotz einer von militanten Palästinensern verkündeten Waffenruhe weiter sporadisch mit Raketen beschossen worden.

Opfer oder größere Schäden gab es dabei wie schon bei den schweren Raketenangriffen vom Vortag nicht. Nach Angaben der israelischen Armee wurden nach 14.00 Uhr MEZ noch mindestens zehn weitere Geschosse in Richtung Israel abgeschossen. Von diesem Zeitpunkt an hatte nach Angaben der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe gelten sollen. 

Die Organisation bestritt, noch neue Raketen abgeschossen zu haben. Im Gazastreifen wurde davon ausgegangen, dass kleinere Splittergruppen wie die Volksfront zur Befreiung Palästinas und Salafisten weiterhin Raketen in Richtung Israel feuerten, um die von ihnen abgelehnte Waffenruhe zu torpedieren.

Am Vortag hatte der Islamische Dschihad nach eigenen Angaben als Vergeltung für die Tötung von dreien seiner Kämpfer durch Israel 130 Raketen abgefeuert. Israel bestätigte die Vereinbarung einer Waffenruhe nicht. Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte nur: "Ruhe wird mit Ruhe beantwortet werden".