New York (dpa) - Eine schwere Gas-Explosion hat einen Häuserblock im New Yorker Stadtteil East Harlem erschüttert und mindestens drei Menschen in den Tod gerissen.

Mindestens 27 Menschen seien zudem verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich, als zwei Häuser in dem Straßenzug einstürzten, teilte die New Yorker Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag mit. Ob unter den Trümmern noch weitere Menschen begraben waren, blieb zunächst unklar. Von mehreren Vermissten fehlte jede Spur. "Das ist eine Tragödie der schlimmsten Art und Weise", sagte der zum Unglücksort geeilte Bürgermeister Bill de Blasio.

Ursache der Explosion war nach Angaben de Blasios ein Gasleck. Es habe allerdings vorab wohl keine Anzeichen dafür gegeben. Erst eine Viertelstunde vor dem Unglück sei der Gasversorger ConEdison informiert worden, dass es in einem Nachbargebäude nach Gas rieche. In den meisten Häusern in Manhattan wird mit Gas gekocht. Um 9:31 Uhr (Ortszeit) kam es zur Explosion. Zwei Minuten später sei auch schon die Feuerwehr zur Stelle gewesen, die ihre Einsatzkräfte schließlich auf 250 aufstockte. "Es wird eine ganze Weile dauern, diese Situation in den Griff zu bekommen", sagte de Blasio.

"Ich habe die Explosion gehört", sagte Tarik Hamami am Unglücksort der Nachrichtenagentur dpa. "Als ich mir die Gegend angeschaut habe, wurde ein Auto auf die andere Seite der Straße geschleudert." Alan Munoz, der einen Straßenblock von der Unglücksstelle entfernt lebt, sagte, er habe auf einmal überall Staub gesehen. "Und ein paar Minuten später waren überall Feuerwehrleute."

Die eingestürzten Wohnhäusern haben je fünf Etagen mit insgesamt rund 15 Apartments. Es sollen auch eine Kirche und eine Klavierwerkstatt in dem Komplex untergebracht gewesen sein. Die Explosion, die nach Angaben von Zeugen bis weit in andere Teile Manhattans und sogar im Nachbarbundesstaat New Jersey zu spüren war, schleuderte Trümmer auf die Straße, die Bürgersteige und auf die Gleise einer Regionalzugstrecke, die an dieser Stelle überirdisch verläuft. Der Zugverkehr wurde zunächst vorübergehend ausgesetzt.

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