Sotschi (dpa) - Anna Schaffelhuber hat bei den Paralympics in Sotschi nachträglich ihre dritte Goldmedaille gewonnen. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hob am Donnerstag die Disqualifikation der 21-Jährigen im Slalom vom Vortag auf.

Der von Schaffelbuber unter Vorbehalt absolvierte zweite Lauf wurde gewertet. Nach mehrstündiger Beratung wies das Board of Appeal unter Vorsitz des Briten Alan Dicksen den Protest Österreichs ab.

"Ja, es ist Gold", rief Anna Schaffelhuber aus, als die aus dem Sitzungssaal kam. Zweite ist ihre Teamkollegin Anna-Lena Forster vor Kimberly Joines aus Kanada. Mit ihrer Gesamtzeit von 2:09,93 Minuten war sie mehr als vier Sekunden schneller als die Zweite. Noch am Abend sollten die Medaillen überreicht werden. Für das deutsche Team war es die sechste Goldmedaille und durch Forster die erste silberne.

Österreich hatte am Vortag Protest gegen den ersten Slalom-Lauf eingelegt. Angeblich hatte sich Anna Schaffelhuber vor ihrem Start regelwidrig angeschoben. Nach einem deutschen Gegenprotest durfte sie im zweiten Durchgang als Erste mit umgedrehter Nummer fahren. Die Zeit wurde bis zur Verhandung vor der Appellationsjury geheim gehalten. "Das ist einer wunderbare Entscheidung im Sinne des Sport", sagte der deutsche Verbandschef Friedhelm Julius Beucher.