Potsdam (dpa) - Für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen beginnen in Potsdam die Tarifverhandlungen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der dbb-Beamtenbund verlangen eine "deutliche Reallohnsteigerung".

So sollen zunächst alle Gehälter pauschal um 100 Euro monatlich angehoben werden. Darauf soll dann ein weiterer Lohnzuwachs von 3,5 Prozent kommen.

Die öffentlichen Arbeitgeber haben die Forderung als unbezahlbar zurückgewiesen, selbst aber noch keinen Gegenvorschlag gemacht. Bereits für die kommende Woche wurde eine zweite Tarifrunde vereinbart. Eine dritte Gesprächsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ist für Ende März vorgesehen.

Die Gewerkschaften haben die Arbeitgeber aufgefordert, bereits an diesem Donnerstag ein "verhandlungsfähiges Angebot" vorzulegen. Ansonsten ist ab Anfang nächster Woche mit Warnstreiks im Nahverkehr, bei der Müllabfuhr oder auch in den Kitas zu rechnen. Bei der letzten Tarifrunde vor zwei Jahren hatten die Gewerkschaften nach einer bislang beispiellosen Welle von Warnstreiks Gehaltsverbesserungen von 6,3 Prozent erzielt - bei einer Laufzeit von zwei Jahren.