Lenzerheide (SID) -

Die österreichische Ski-Rennläuferin Anna Fenninger hat vorzeitig und zum ersten Mal in ihrer Karriere den Gesamtweltcup gewonnen. Die 24-Jährige sicherte sich die große Kristallkugel der Saisonbesten in Abwesenheit ihrer verletzten Konkurrentin Maria Höfl-Riesch (Partenkirchen) mit Platz zwei beim Super-G im schweizerischen Lenzerheide. Vor den abschließenden beiden Rennen in Slalom und Riesenslalom ist Fenninger mit einem Vorsprung von 215 Punkten auf die Schweizerin Lara Gut nicht mehr einzuholen.

Fenninger war beinahe sprachlos nach ihrem Coup. "Ich glaub' das noch gar nicht. Es ist so cool. Dass ich das erleben darf, ist unglaublich. Ich hätte nie zu träumen gewagt, dass sich das so ausgeht", sagte sie.

Super-G-Olympiasiegerin Fenninger ist die erste Gesamtsiegerin aus der Alpenrepublik seit Nicole Hosp 2007. Höfl-Riesch musste nach ihrem Sturz bei der Abfahrt am Mittwoch auf die letzten drei Rennen des Winters verzichten. Gut reichte auch ihr siebter Saisonsieg vor Fenninger (0,61 Sekunden zurück) nicht, um die Entscheidung offen zu halten. Die 22-Jährige setzte sich aber in der Disziplinwertung vor Fenninger durch und gewann erstmals eine kleine Kristallkugel.

Viktoria Rebensburg (Kreuth) belegte in ihrem vorletzten Saisonrennen auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke "Silvano Beltrametti" Platz acht. Ihr Rückstand auf Gut betrug 2,07 Sekunden. "Ich habe leider im Steilhang einen Fehler gemacht und kurz überlegt, ob ich überhaupt noch weiterfahren soll", sagte Rebensburg: "Aber Platz acht ist sehr gut, zumal auf dieser extrem schwierigen Piste. Da runter hat sich keine wohlgefühlt."