Frankfurt/Main (dpa) - Sorgen um einen Zinsanstieg in den USA haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag etwas belastet.

Der Dax reduzierte aber seine Anfangsverluste und stand zuletzt noch 0,33 Prozent tiefer bei 9245 Punkten. In den letzten vier Handelstagen hatte der deutsche Leitindex noch von der Hoffnung auf eine Entspannung in der Krim-Krise profitiert und knapp drei Prozent gewonnen.

Für den MDax ging es im frühen Handel um 0,39 Prozent auf 16 380 Punkte nach unten und der TecDax fiel um 0,67 Prozent auf 1248 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab 0,29 Prozent ab auf 3067 Punkte.

Die US-Notenbank Fed steuert zusehends auf eine Normalisierung ihrer Geldpolitik zu. Zwar behält sie ihren Kurs einer außergewöhnlich lockeren Geldpolitik vorerst bei, neue Zinsprognosen der Top-Notenbanker lassen jedoch darauf schließen, dass eine erste Zinsanhebung früher als gedacht kommen könnte.

Ansonsten zogen weiterhin Unternehmensausblicke und Geschäftszahlen die Aufmerksamkeit auf sich. So gibt der weltgrößte Rückversicherer Munich Re trotz eines absehbaren Gewinnrückgangs in diesem Jahr eine weitere Milliardensumme an seine Aktionäre zurück. Von Ende April an will der Konzern erneut eine Milliarde Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Die Papiere zogen daraufhin um 1,73 Prozent an.