Washington (dpa) - In der Krim-Krise haben die USA weitere Sanktionen gegen Russland beschlossen. Es würden Strafmaßnahmen gegen weitere russische Regierungsbeamte sowie eine Bank verhängt, sagte US-Präsident Barack Obama. Zudem sei ab sofort der Weg für Sanktionen gegen ganze Wirtschaftszweige frei.

Frankreichs Präsident François Hollande geht davon aus, dass auch die EU Wirtschaftssanktionen gegen Russland vorbereiten wird. "Wirtschaftssanktionen müssen, auch wenn sie heute nicht beschlossen werden, ins Auge gefasst werden. Sie müssen auf jeden Fall vorbereitet werden", sagte er zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Er erwarte, dass der Gipfel die "individuellen Sanktionen" verschärft - also Einreiseverbote und Kontensperrungen.

"Wenn es eine Zunahme unbegründeter Forderungen gibt, wenn es Truppenbewegungen gibt, wenn es Drohungen gibt, dann wird es auch andere Sanktionen geben", sagte Hollande. Das Ergebnis des Gipfels sagte er so vorher: "Wir beschließen eine neue Phase der individuellen Sanktionen und wir bereiten andere Sanktionen für den Fall vor, dass die Lage sich verschlechtert." Falls Russland zu Diskussionen und Deeskalation bereit sei, "dann wird es keine weiteren Sanktionen geben".