Hamburg (SID) - Mit einer grundlegenden Reform des Spielablaufs will der Hockey-Weltverband FIH die Attraktivität des traditionsreichen olympischen Mannschaftssports erhöhen. Vom 1. September an werden alle Partien nicht mehr nach zweimal 35 Minuten, sondern nach viermal 15 Minuten entschieden.

Zudem gibt es 40-sekündige Auszeiten nach jedem Tor und nach jeder Strafecke. Pausen sind nach dem ersten und dritten Viertel (jeweils zwei Minuten) sowie nach dem zweiten Viertel (zehn Minuten) vorgesehen. "Das ist für die Fans attraktiver, und auch die Trainer haben nun mehr Möglichkeiten, ihre Mannschaften taktisch neu einzustellen", sagte FIH-Präsident Leandro Negre.

Die Reform dürfte aber auch dazu dienen, Hockey dauerhaft als olympischen Sport zu erhalten. Während der Diskussion um den Auschluss einzelner Sportarten, der das Ringen beinahe zum Opfer gefallen wäre, wurde auch Hockey als möglicher Streichkandidat genannt. Auch hinsichtlich der finanziellen Förderung seitens des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist Hockey nur noch auf der zweitniedrigsten Stufe einsortiert.