Moskau (dpa) - Schon in wenigen Wochen sollen die neuen russischen Landkarten fertig sein - mit der Erweiterung um die Krim.

"Wir brauchen keine besonderen Messungen. Das ganze wird höchstens ein bis zwei Monate dauern", sagte der Präsident der Staatlichen Universität für Geodäsie und Kartographie, Viktor Sawinych. "Wir benötigen nur die Satellitenbilder des Territoriums, die Geodaten haben wir schon."

Etwas länger dürfte es hingegen dauern, bis auch die Schüler in ihren Atlanten die neuen Staatsgrenzen nachschlagen können. Bevor die Schulgloben in Auftrag gegeben werden könnten, müsse zunächst die Kartographiebehörde die Karten bestätigen, teilte der staatliche Schulbuchverlag mit.

Die Behörde kündigte ihrerseits an, bis zum Sommer ein digitales Modell des Terrains zu erstellen. "Normalerweise dauert die Schaffung und Erneuerung topographischer Karten ein bis drei Jahre", sagte Sprecherin Arina Makarowa der Zeitung "RBK Daily". "Aber wenn es um unverzügliche Staatsaufträge geht, können neue Karten viel schneller erstellt werden - innerhalb weniger Monate", betonte Makarowa.

Die Russische Geografische Gesellschaft will bis Jahresende eine Niederlassung auf der Krim eröffnen. Zudem soll bald eine Expedition das "reiche Natur- und Kulturerbe" des Gebiets erkunden.

Kartographiebehörde

Russische Geographische Gesellschaft