Rio de Janeiro (SID) - Im Hinblick auf die planmäßige Vorbereitung der Olympischen Spiele 2016 besteht in der Gastgeberstadt Rio de Janeiro "eine gewisse Dringlichkeit". Das sagte Nawal El Moutawakel, die Chefin der IOC-Koordinierungskommission, am Freitag in Rio: "Sotschi ist Geschicte, die Scheinwerfer sind ab jetzt voll auf Rio de Janeiro gerichtet."

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sorgt sich vor allem um die Themen Transport und Hotels. Nach derzeitigen Berechnungen fehlen zum Start der Spiele 3000 zugesagte Betten in der Hafenregion von Rio de Janeiro. Stattdessen will das Organisationskomitee nun Hotels im Vorort Barra da Tijuca bauen, wo viele Wettbewerbe stattfinden.

Anlass zur Sorge gibt auch das verschmutzte Wasser in der Bucht von Guanabara, wo die Segel-Regatten ausgetragen werden. Auch die Qualität des Gewässers für die Freiwasserschwimmer ist nicht einwandfrei. Zudem gibt es Probleme mit der Finanzierung der Bauten in dem Vorort Deodoro, wo Reiten, Schießen und Moderner Fünfkampf geplant sind.

In der kommenden Woche hat die Regierung das OK zu einem Treffen in die Hauptstadt Brasilia eingeladen, um die Probleme zu erörtern und weitere signifikante Verzögerungen bei den Bauarbeiten zu vermeiden. Die ersten vorolympischen Testwettkämpfe der Segler sind bereits für August 2014 geplant. "Eine gewisse Eile ist geboten", sagte El Moutawakel, die eine "totale Fokussierung und Hingabe" an das Projekt Olympia forderte.