Frankfurt/Main (dpa) - Schwache Konjunkturdaten und die anhaltende politische Unsicherheit haben der Gewinnserie des Dax zunächst ein Ende gesetzt.

Der deutsche Leitindex gab bis zum Mittag 0,67 Prozent ab auf 9280 Punkte. Für den MDax ging es um 0,72 Prozent auf 16 220 Punkte nach unten, während der TecDax 0,97 Prozent auf 1225 Punkte verlor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,76 Prozent.

Aktienhändlerin Anita Paluch von der Varengold Bank verwies darauf, dass der Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC für das Verarbeitende Gewerbe in China im März überraschend auf ein Achtmonats-Tief gefallen ist.

Auch der deutsche Einkaufsmanagerindex habe enttäuscht, was die guten Daten aus Frankreich nicht hätten wettmachen können. Zudem lasse jegliche Verschärfung der Lage in der Ukraine die Anleger nervös reagieren, ergänzte Marktanalyst Arkadius Barczynski vom Brokerhaus GKFX.

Im ansonsten nachrichtenarmen Umfeld sorgten Presseberichte für starke Kursaufschläge. Air Berlin könnte der «Wirtschaftswoche» zufolge in eine GmbH umgewandelt und von der Börse genommen werden. Zudem wolle die arabische Fluggesellschaft Etihad ihre Anteile von 30 auf 49,9 Prozent aufstocken und die Kleinaktionäre sollten abgefunden werden, hieß es.

Kursgewinne von knapp sieben Prozent katapultierten die Air-Berlin-Titel an die SDax-Spitze. Favorit der Anleger im Dax waren die Aktien der Deutschen Post mit plus 2,36 Prozent. Der Logistikkonzern will laut der «Welt am Sonntag» den Gewinn seiner Brief- und Paketsparte kräftig steigern.