In Jemen sind bei einem Rebellenangriff auf einen Militärstützpunkt 20 Soldaten getötet worden. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Ein Vertreter der Armee hatte der Nachrichtenagentur AFP zuvor mitgeteilt, dass acht Soldaten getötet und sechs weitere verletzt wurden. Bewaffnete Männer waren mit mehreren Fahrzeugen in die Basis eingedrungen.

Das Militär machte den jemenitischen Arm von Al Kaida dafür verantwortlich. Das Terroristennetzwerk Al Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) wird immer wieder mit Anschlägen in der Region in Verbindung gebracht. Ihre Attentate gelten meist Militär, Polizei und Behörden. Ende vergangenen Jahres waren bei einem Anschlag auf das Verteidigungsministerium in Sanaa 52 Menschen getötet worden, unter anderem drei Mitarbeiter der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Im Frühjahr 2011 kam es zu Massenprotesten gegen den damaligen jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh. Damals nutzte Al Kaida die Schwäche der Zentralregierung und brachte große Teile des Südens und Ostens unter ihre Kontrolle. Im Zuge einer Militäroffensive wurde die Gruppe wieder aus den größeren Städten vertrieben.

Nach Angaben der US-Regierung ist AQAP aber weiterhin der gefährlichste Zweig des internationalen Terrornetzwerks.