Bonn (dpa) - Die katholische Kirche will den Missbrauchsskandal in den eigenen Reihen mit einem neuen Forschungsprojekt wissenschaftlich aufarbeiten.

Heute stellt der Missbrauchbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, das "interdisziplinäre Forschungsverbundprojekt" gemeinsam mit dem Forschungskonsortium in Bonn der Öffentlichkeit vor. Ziel der Untersuchung ist es, die sexuellen Übergriffe von Priestern und anderen Geistlichen auf Minderjährige von 1945 bis heute zu analysieren, um künftig Missbrauch zu verhindern.

Ein erster Anlauf dazu war Anfang des vergangenen Jahres gescheitert. Die Kirche kündigte das gemeinsame Forschungsvorhaben mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer auf, weil beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen über Inhalte und Vorgehen hatten.