Das verschollene Flugzeug der Malaysia Airlines ist vermutlich in den Indischen Ozean gestürzt. Malaysias Regierungschef Najib Razak berief sich dabei am Montag auf die neusten Analyse-Daten, die vorlägen. Das letzte Signal sei von einer Position westlich von Perth aufgefangen worden, sagte Razak in Kuala Lumpur. Zuvor hatte die Fluggesellschaft die Angehörigen der 239 Passagiere informiert, dass sie nicht mehr von Überlebenden ausgeht. 

Die letzte Position des Flugzeuges habe sich 2.500km westlich der australischen Stadt Perth befunden, fernab von jeder Landemöglichkeit. Weitere Details wolle die malaysische Regierung am Dienstag bekannt geben. "Für die Angehörigen waren die vergangenen Wochen herzzerreißend", sagte Najib. "Ich weiß, dass diese Nachricht noch härter ist. Ich bitte die Medien dringend, ihre Privatsphäre zu respektieren."

Ein Schiff der australischen Marine soll am Dienstag den Ort erreichen, an dem die Trümmerteile gesichtet wurden. Bisher hatte die Teile nur aus Satellitenbildern und mit Flugzeugen gesehen. Wegen den starken Strömungen ist es für die Schiffe schwierig, das Treibgut zu finden. Innerhalb weniger Tage kann es sich hunderte Kilometer entfernen.    

Flug MH 270 war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking vom Radarschirm verschwunden. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass das Flugzeug von seinem Kurs abgewichen war. Über die Ursache der Abweichung oder den Absturz gibt es aber noch keine Erkenntnisse.