Tokio (AFP) Nach fast fünf Jahrzehnten in der Todeszelle wird der Fall des 78-jährigen Japaners Iwao Hakamada neu aufgerollt. Das Bezirksgericht von Shizuoka ordnete am Donnerstag an, dass Hakamada, der wegen der grausamen Ermordung seines Bosses und dessen Familie im Jahr 1966 zum Tode verurteilt worden war, einen neuen Prozess erhalten müsse. Bis dahin solle er freigelassen werden. Der Richter Hiroaki Murayama sagte zur Begründung, die Ermittler hätten bei dem ersten Prozess womöglich zentrale Beweise gefälscht.