Frankfurt/Main (dpa) - Der Luftverkehr in Deutschland wird zur Zeit von drei verschiedenen Tarifkonflikten beeinträchtigt.

- Beschäftigte der Flughafenbetreiber, die noch unter den Tarif des öffentlichen Dienstes fallen. Das sind allein in Frankfurt rund 6000. Verdi hat bundesweit an sieben Flughäfen die Beschäftigten aufgerufen, sich am Donnerstag am Warnstreik zu beteiligen, um einen Abschluss für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen zu erreichen. Die Gewerkschaft verlangt eine Sockelerhöhung aller Gehälter um 100 Euro plus 3,5 Prozent.

- Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Die rund 5400 Kapitäne und Co-Piloten haben sich mit weit über 90 Prozent in einer Urabstimmung für einen Streik ausgesprochen. Diesen wollen sie 48 Stunden vor Beginn ankündigen. Sie verlangen 10 Prozent mehr Geld und wollen ihre Übergangsrenten behalten.

- Private Sicherheitskräfte an Flughäfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Die rund 5000 Beschäftigten werden ebenfalls von Verdi vertreten. Sie verlangen einheitliche Stundenlöhne von 16 Euro, was nach Rechnung der Arbeitgeber teilweise ein Plus von 40 Prozent bedeuten würde. Sie haben zuletzt am 21. Februar mit einem Warnstreik die Passagierabfertigung am Frankfurter Flughafen lahmgelegt. Ähnliche Verhandlungen hat es in den vergangenen Monaten auch in anderen Tarifgebieten gegeben. Arbeitgeber und Gewerkschaft streben mittelfristig einen bundesweiten Tarifvertrag an.