Berlin (dpa) - Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei hofft, doch noch zur Eröffnung seiner großen Werkschau nächste Woche nach Berlin kommen zu können.

In einem ARD-Hörfunkinterview in Peking sagte der 56-Jährige, er sei jederzeit zur Abreise bereit. "Ich habe meinen Koffer bereits gepackt. Sobald ich meinen Reisepass bekomme, fahre ich nach Berlin, um an meiner Ausstellung teilzunehmen."

Im Berliner Martin-Gropius-Bau wird am kommenden Mittwoch (2. April) die bislang größte Werkschau des renommierten Künstlers eröffnet. Bei seiner Festnahme vor drei Jahren war ihm von den chinesischen Behörden der Reisepass abgenommen worden. Trotz mehrerer Anträge wurde ihm die Rückgabe bisher verweigert.

Anlässlich des Besuchs der chinesischen Regierung am Freitag in Berlin appellierte ein hochrangiger Freundeskreis des Künstlers am Freitag in einer ganzseitigen Zeitungsanzeige an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), sich für Reisefreiheit für Ai Weiwei einzusetzen.

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