Paris (dpa) - Der chinesische Präsidenten Xi Jinping wird heute in Berlin erwartet. Zum Auftakt seines zweitägigen Deutschland-Besuchs wird er von Bundespräsident Joachim Gauck mit militärischen Ehren in Schloss Bellevue empfangen.

Neben Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird auch eine außenpolitische Grundsatzrede von Xi erwartet. Es ist der erste Staatsbesuch eines chinesischen Präsidenten in Deutschland seit acht Jahren.

In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag) hob Xi die "riesigen" Möglichkeiten für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China hervor. Eine Kooperation der führenden Volkswirtschaften Asiens und Europas eröffne der ganzen Welt enorme Wachstumsmöglichkeiten. Xi appellierte an seine Gastgeber, die "vom Volk gewählte" Ordnung in China zu respektieren und auf dieser Grundlage "auf Augenhöhe" zu kooperieren.

Bei seinem Deutschland-Besuch dürfte aber auch die Situation der Menschenrechte in China zur Sprache kommen. Menschenrechts-Organisationen forderten die Bundesregierung auf, auch die Todesstrafe in China und Verstöße gegen die Pressefreiheit anzusprechen. Nach Schätzungen von Amnesty International werden in China jährlich mehr als 1000 Menschen hingerichtet.

Informationen zum Staatsbesuch

Chinas Botschafter in Berlin in Renmin Ribao

Wirtschaftsdaten des GTAI zu China

Nachrichtenagentur Xinhua auf Twitter

Mercator Institut für China-Studien

AA zu deutsch-chinesischen Beziehungen

Interview des Botschafters im Tagespiegel