Karlsruhe (dpa) - Der am längsten einsitzende Häftling Deutschlands muss auch nach mehr als 52 Jahren weiter im Gefängnis bleiben. Der 77-Jährige Hans-Georg Neumann scheiterte mit seiner Haftbeschwerde beim Oberlandesgericht Karlsruhe, das ihn nach wie vor für gefährlich hält. Neumann wurde 1963 zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er ein Liebespaar in Berlin ermordet hatte. Nach Prüfung eines Gutachtens gelangte der Strafsenat zu der Überzeugung, dass die "problematische Persönlichkeitsstruktur des Verurteilten" unverändert fortbestehe.