Frankfurt/Main (SID) - Tennisprofi Tobias Kamke glaubt an eine Außenseiterchance des deutschen Davis-Cup-Teams im Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich (4. bis 6. April). "Ich fahre sicherlich nicht nach Nancy und denke, die Franzosen sind mit Jo-Wilfried Tsonga und Richard Gasquet viel zu stark für uns", sagte der Weltranglisten-92. bei ran.de: "Wir haben dort überhaupt nichts zu verlieren und brauchen uns deshalb auch vor niemandem zu verstecken."

Nach den verletzungsbedingten Absagen von Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer ist der Lübecker Kamke die Nummer eins in der Mannschaft von Teamchef Carsten Arriens. Der Wahl-Kölner hatte zu Wochenbeginn zudem die Debütanten Jan-Lennard Struff (Warstein), Peter Gojowczyk (München) und Andre Begemann (Lemgo) nominiert. Kamke ist erst das zweite Mal im DTB-Quartett dabei. 

Die deutsche Equipe geht als krasser Außenseiter in das Duell mit dem neunmaligen Champion Frankreich. Trotzdem bleibt Kamke optimistisch. "Ich vergleiche den Davis Cup immer ein bisschen mit dem DFB-Pokal im Fußball ? da herrscht eine ganz eigene Stimmung und Dynamik. Und warum soll uns am Ende nicht vielleicht eine Riesenüberraschung gelingen?"

Die Chancen auf den erstmaligen Einzug ins Halbfinale seit 2007 sind nach der Absagenflut allerdings auf ein Minimum gesunken. Die Deutschen haben bislang nur zwei der neun Davis-Cup-Duelle gegen die "Equipe Tricolore" gewonnen.