Frankfurt/Main (dpa) - Für den deutschen Aktienmarkt hat der Monat April mit Gewinnen begonnen. Der Dax stand am Dienstag in einem allgemein freundlichen Börsenumfeld am Nachmittag mit 0,58 Prozent im Plus bei 9611 Punkten.

Nach dem Rücksetzer vom Vortag hat der deutsche Leitindex damit zu seinem Aufwärtstrend der vergangenen zwei Wochen zurückgefunden. Den März hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit einem Monatsverlust von rund eineinhalb Prozent beendet. Der MDax stieg am Dienstag um 0,77 Prozent auf 16 588 Zähler, und der TecDax legte um 0,87 Prozent zu auf 1262 Punkte zu. Auch der EuroStoxx 50 verbuchte Gewinne.

Nach Einschätzung von Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari UK konnten die jüngsten Aussagen der neuen US-Notenbank-Chefin Janet Yellen die Kurse stützen. Diese hatte am Vortag erklärt, die US-Wirtschaft brauche noch für "einige Zeit" eine außergewöhnliche Unterstützung durch die Notenbank.

Die Märkte spekulieren auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB), die an diesem Donnerstag ihren Zinsentscheid bekannt gibt. Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone gingen unterdessen am deutschen Aktienmarkt ohne spürbaren Einfluss vorbei.

Lufthansa-Aktien zeigten sich vom angekündigten Ausstand der Piloten weiter unbeeindruckt. Die Papiere notierten klar im Plus. Daimler legten um 1,71 Prozent zu. Der Stuttgarter Autobauer wird Alleineigentümer zweier bisher gemeinschaftlich mit dem Essener Chemiekonzern Evonik geführten Batteriehersteller.

Papiere der Software AG verteuerten sich um über zweieinhalb Prozent und gehörten damit zu den TecDax-Favoriten. Der Software-Hersteller verkauft den Rest seines SAP-Beratungsgeschäfts, hat aber deshalb den Ausblick für das operative Konzernergebnis gesenkt.

Die Aktien von Air Berlin gingen nach ihrem jüngsten Kursrutsch auf Erholungskurs. Die im SDax notierten Titel kletterten um mehr als sechs Prozent. Allein in den vergangenen drei Handelstagen waren die Papiere der Fluggesellschaft insgesamt um mehr als 14 Prozent eingebrochen. Zuvor hatte das Unternehmen zum zweiten Mal seine Bilanzvorlage für 2013 verschoben.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,32 (Vortag: 1,28) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 134,60 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,14 Prozent auf 143,30 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3790 (Montag: 1,3788) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7252 (0,7253) Euro.