Lima (SID) - Der peruanische Fußball ist zum wiederholten Mal von einem Gewaltexzess mit Todesfolge überschattet worden. Ein 19-Jähriger wurde am Sonntagnachmittag auf dem Weg zum Ligaspiel zwischen dem Hauptstadtklub Universitario und Sport Huancayo vor dem Estadio Monumental in Lima erschossen. 

Am Rande der Begegnung war es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Hooligan-Gruppierungen "La Turba" und "La Trupa" gekommen. Als Reaktion auf den Todesfall erließ Bezirksbürgermeister Oscar Benavides eine 30-tägige Schließung des mehr als 60.000 Zuschauer fassenden Stadions.

"Die Arena ist vorübergehend geschlossen, um Nachforschungen anzustellen und für mehr Sicherheit zu sorgen", sagte Benavides. Es handelt sich nicht um die erste Schließung der 2000 erbauten Arena. Bereits im September 2011 blieben die Tore zwischenzeitlich geschlossen, weil ein Fan von Alianza Lima von Hooligans des Rivalen Universitario von der Tribüne gestoßen wurde.

Universitario-Geschäftsführer Jorge Vidal erklärte, alle Seiten müssten nun "die richtigen Maßnahmen" ergreifen. Seiner Meinung nach sei der Klub "nicht verantwortlich" für das Unglück. Zustimmung erhielt er von Luis de Souza, dem Präsidenten des peruanischen Ligaverbandes: "Die Polizei hat für Sicherheit vor dem Stadion zu sorgen." Allein im Jahr 2013 wurden im peruanischen Fußball sechs Spiele infolge von Gewalt gegen Schiedsrichter oder aufgrund von Sicherheitsmängeln abgesagt.