Wien (SID) - Hammerlos für die Rhein-Neckar Löwen, unangenehme Duelle mit mazedonischen Spitzenklubs für den THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt: Auf dem Weg zum Finalturnier der Handball-Champions-League in Köln (31. Mai/1. Juni) müssen die drei verbliebenen deutschen Klubs schwere Brocken aus dem Weg räumen. 

Die Löwen treffen im Viertelfinale auf den Titelkandidaten und spanischen Meister FC Barcelona, der THW bekommt es mit Metalurg Skopje zu tun. Flensburg-Handewitt muss ebenfalls in die Hauptstadt Mazedoniens reisen und trifft auf Vardar Skopje - den Bezwinger des Titelverteidigers HSV Hamburg.

"Unsere Fans sind jetzt richtig heiß und wir sind sehr glücklich mit der Auslosung", sagte Löwen-Geschäftsführer Thorsten Storm über das Duell mit dem Starensemble aus Katalonien um den französischen Superstar Nikola Karabatic: "Es ist ein großes Spiel für alle deutschen Handball-Fans, und unser Team wächst immer mehr zusammen." Bereits in den engen Achtelfinal-Duellen mit dem polnischen Favoriten KS Kielce war die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson über sich hinausgewachsen.

Die Hinspiele werden zwischen dem 16. und 20. April ausgetragen. Die Rückspiele steigen eine Woche später. Trotz der schwierigen Aufgaben nehmen alle deutschen Klubs das Final Four ins Visier. "Es wird ein hartes Duell für uns, wir sind gewarnt", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke: "Vardar hat gegen Hamburg gezeigt, wie stark sie sind. Aber wir wollen nach Köln und werden uns top vorbereiten." 

Insbesondere in Mazedonien erwarten Flensburg und den THW Kiel richtige Hexenkessel mit enthusiastischen Fans. "Wir haben gehofft, dass es nicht zu einem deutschen Duell kommt", sagte THW-Vertreterin Sabine Holdorf-Schust: "Ich bin zufrieden, aber nicht glücklich."