Los Angeles (dpa) - Abschied von der New Yorker Chaos-Clique: Nach neun Jahren und mehr als 200 Folgen ist die international erfolgreiche Comedy-Serie "How I Met Your Mother" in den USA zu Ende gegangen. Das Finale der neunten und letzten Staffel wurde in der Nacht zu Dienstag im US-Fernsehen ausgestrahlt.

Die Stars bedankten sich bei Fans und Kollegen.

"Ich bin mehr als dankbar, Teil einer Show gewesen zu sein, die den Menschen so viel bedeutet hat", schrieb Josh Radnor (39) beim Kurznachrichtendienst Twitter. Er hatte seit 2005 den immer wieder unglücklich verliebten Ted Mosby gespielt.

Im deutschen Free-TV ist die letzte Folge im Spätsommer bei ProSieben zu sehen. "Danke an alle, die bei HIMYM mitgearbeitet haben und an die Fans, die dafür gesorgt haben, dass wir die letzten neun Jahre auf Sendung gehen durften", twitterte Cobie Smulders (31), die die TV-R eporterin Robin Scherbatsky mimte.

Fans und Kritiker reagierten allerdings gespalten auf die letzte Folge. "Dieses Finale war ein Scheitern der Zuverlässigkeit der Art und Weise, wie HIMYM Geschichten erzählt", kritisierte das "Time"-Magazin. "Es war eine tollpatschige, emotional nicht zusammenhängende Stunde." Andere kommentierten, sie seien "zufrieden" und zahlreiche Fans gaben auch zu, während der Folge geweint zu haben.

Ungewöhnlich am Konzept von "How I Met Your Mother" ist vor allem die Erzählweise. Die Rahmenhandlung setzt in der Zukunft ein. Ted Mosby ist zunächst ein unsichtbarer Erzähler mit gealterter Stimme. Er erzählt seinen beiden auf einer Couch sitzenden Teenager-Kindern, wie er vor langen Jahren ihre Mutter kennenlernte.

Daraufhin wird in das New York der Nuller und frühen 10er-Jahre übergeblendet, das Beziehungschaos beginnt. Sohn und Tochter glauben, die Story sei bald vorbei und werden immer genervter, als sie all die Irrungen ihres Vaters mitanhören müssen. Immer neue junge Frauen stolpern in sein Leben, doch das Gesicht der Mutter taucht erst am Ende der achten Staffel auf. Ihr Name fällt erst in der letzten Staffel.

Einer von vielen Running Gags: In Sachen Drogenkonsum zensiert Ted Mosby gern seine Schilderungen gegenüber den Kindern. Wenn er in der Realität gekifft hat, spricht er von Baguette essen. In der Serie kaut er mit Kumpels dann auch immer wieder verstohlen große Brote, die Auswirkungen des Kiffens sind aber unübersehbar.

Der Traumtänzer Ted, der Aufreißer Barney, der gutmütige Marshall, die neurotische Robin und die indiskrete Lily: Sie waren die Fixsterne in dieser Serie um Liebe und Sex, um Glück und Frust von Großstädtern zwischen 20 und 40. Heimlicher Star war die Stadt New York. "How I Met Your Mother" begann in den USA 2005 beim TV-Sender CBS und wurde sofort zum Quotenerfolg. Durchschnittlich schauten pro Folge mehr als acht Millionen Menschen zu. Die Serie, in der auch Stars wie Heidi Klum, Jennifer Lopez und Katy Perry Gast-Auftritte hatten, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Für Fans gibt es nach dem Ende der Serie übrigens einen Lichtblick: CBS hat bereits den Ableger "How I Met Your Dad" angekündigt - allerdings an neuen Orten und mit neuen Charakteren.