Brüssel (dpa) - Die Nato hat die militärische Kooperation mit Russland ausgesetzt, will den politischen Dialog mit Moskau aber fortsetzen. Das beschlossen die Nato-Außenminister am Dienstag bei ihrem Treffen in Brüssel.

Die Kontakte mit Moskau im Nato-Russland-Rat könnten auf Ebene der Botschafter und darüber fortgesetzt werden, "um Meinungen auszutauschen, in erster Linie hinsichtlich der Krise". Die Beziehungen zu Russland würden beim nächsten Außenministertreffen im Juni erneut überprüft.

Zugleich bereitet sich die Nato nach Angaben einer Sprecherin auf die mögliche Stationierung und die Verstärkung "militärischer Mittel" in den östlichen Bündnisländern vor. Angaben darüber, um welche "Mittel" es sich handele, machte sie nicht. Zudem seien die Militärs beauftragt worden, Manöverpläne zu "überprüfen". Die Bereitschaft der Schnellen Eingreiftruppe (Nato Response Force) könne erhöht, die militärische Planung aktualisiert werden.