Vantaa (SID) - Die deutschen Ringer haben am ersten Tag der EM im finnischen Vantaa das erhoffte Edelmetall nur knapp verpasst. Im Freistil in der Klasse bis 97 kg verlor William Harth den Kampf um Bronze ebenso wie Luisa Niemesch (Weingarten) in der Klasse bis 58 kg. Beide belegten jeweils den fünften Rang.

Harth unterlag Nicolae Ceban aus Moldawien, Niemesch, die erst durch einen Sieg in der Hoffnungsrunde das "kleine Finale" erreicht hatte, zog gegen Lokalmatadorin Petra Olli den Kürzeren. Bei den Männern ging Gold an den Russen Abdussalam Gadissow, Walerija Scholobowa (Russin) sicherte sich den Sieg bei den Frauen.

Martin Daum (Köllerbach) scheiterte in der Klasse bis 65 kg in der Hoffnungsrunde, für Jaqueline Schellin (48 kg/Mühlacker) war die EM sogar schon nach dem Auftaktkampf beendet.

Nach den Turbulenzen des vergangenen Jahres mit dem drohenden Olympia-Aus suchen die Ringer in Finnland wieder nach Normalität. Wichtiger als Podestplätze sind dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) in Vantaa die Perspektiven der 22 deutschen Starter. Die EM ist lediglich eine Zwischenstation auf dem Weg zu Olympia 2016 in Rio de Janeiro. Wie die Deutschen werden auch die anderen Nationen testen, bevor die WM im September in Usbekistan zum ersten echten Olympia-Gradmesser wird.