Potsdam (dpa) - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes zeichnet sich ein Durchbruch ab.

Nach dpa-Informationen haben die Verhandlungsführer von Arbeitgebern und Gewerkschaften ihren Tarifkommissionen am Dienstag vorgeschlagen, den 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen in diesem Jahr 3 Prozent mehr Geld zu zahlen.

Im kommenden Jahr soll es demnach ein weiteres Plus von 2,4 Prozent geben. Die unteren Gehaltsgruppen sollen um mindestens 90 Euro angehoben werden. Dies würde eine überdurchschnittliche Gehaltssteigerung bedeuten.

Die Tarifkommissionen müssen dem Ergebnis noch zustimmen. Mit einer Entscheidung wurde bis zum Abend gerechnet.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der dbb-Beamtenbund hatten eine Erhöhung aller Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro gefordert und zusätzlich 3,5 Prozent mehr Geld. Zugleich ging es ihnen um einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen pro Jahr und Verbesserungen für Auszubildende. Die Arbeitgeber hatten in den ersten Verhandlungsrunden kein konkretes Angebot vorgelegt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte vor der CDU/CSU-Fraktion von einer entscheidenden Phase der Tarifgespräche gesprochen. Es gebe allerdings in Potsdam noch keine abschließende Einigung.