Bonn (dpa) - Die Bundesnetzagentur will die Ende 2016 auslaufenden Mobilfunkfrequenzen schon in diesem Jahr unter den Hammer bringen.

Geplant ist die Auktion eines Paketes von mehr als 160 Megahertz. In einem Eckpunktepapier, das am Dienstag veröffentlicht wurde, kündigte die Behörde an, die GSM-Frequenzen aus den Bereichen 900 und 1800 Megahertz möglichst schnell für das mobile Internet zur Verfügung zu stellen. Hintergrund ist die geplante Fusion von E-Plus und Telefónica Deutschland.

Beide Betreiber müssen die von ihnen genutzten GSM-Frequenzen vorzeitig räumen, um den Wettbewerbern nach Vergabe eine schnelle Nutzung zu ermöglichen. Derzeit prüft die EU-Kommission den Zusammenschluss von E-Plus und Telefónica.

Die Wettbewerber sehen sich für den Fall des Gelingens der Fusion bei der Ausstattung mit Mobilfunkfrequenzen benachteiligt. Zeitgleich mit der Entscheidung der EU will die Bundesnetzagentur das weitere Vorgehen beschließen und sich im Herbst auf das Vergabeverfahren festlegen.

Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur zur Bewertung der geplanten Fusion von Telefónica Deutschland und E-Plus