Offenbach (dpa) - Warme Luft aus Nordafrika verleiht dem Frühling in Deutschland einen Hauch von Sommer. Bis auf 27 Grad können die Temperaturen am Donnerstag zwischen Nieder- und Oberrhein sowie an Mosel und Main klettern.

An diesem Mittwoch sind im Südwesten bereits 25 Grad möglich. "Bis Donnerstag kommen wir auch noch weitgehend trocken über die Runden", sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Dienstag. Sahara-Staub, der zusammen mit der Luft über das Mittelmeer gewirbelt wird, kann die Sonne milchig-rötlich erscheinen lassen.

"Am Freitag ändert sich dann der Wettercharakter", sagte Kirchhübel. Es muss mit kräftigen Schauern gerechnet werden. Die Temperaturen sinken insgesamt, bleiben aber mit Höchstwerten von bis zu 25 Grad zumindest im Süden und Südwesten für die Jahreszeit noch ungewöhnlich hoch. An den Küsten allerdings sind nur 9 bis 13 Grad drin.

Seenebel verhindert an den Küsten und großen Seen der Republik schon am Mittwoch und Donnerstag sonnig-warme Frühlingstage. "Seenebel bildet sich, wenn die Wasseroberflächentemperaturen deutlich kälter sind als die darüber liegenden Luftschichten", erläuterte Kirchhübel. Dieser Nebel hülle die Landschaften in ein Dauergrau. Der Nebel lässt zum Wochenende zwar nach, dann sorgt aber kräftiger Wind vom Meer für Temperaturen um zehn Grad.

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